„Warum lässt Gott das zu?“

Trauer in Vorau. Am Unfallort wird nach Erklärungen gesucht.

In Vorau hängt noch ein Plakat, welches das für Sonntag vorgesehene Fest für den Pfarrpatron Ägydius ankündigt. Aber nach dem Unfall wurden noch in der Früh alle Vorbereitungen gestoppt. Pfarrer Lukas Zingl erzählt von der großen Trauer, die im Ort herrscht. Er habe versucht, in der Sonntagspredigt Trost zu spenden: „Die Frage ist immer, warum der liebe Gott so etwas zulässt. Aber Gott kann nicht dazwischenfahren und verhindern, was durch menschliches Versagen ausgelöst wurde.“

Etliche Menschen kommen Sonntagnachmittag zur Unfallstelle oberhalb des Ortes, auf der sogenannten Kring. Manche werfen aus dem Auto einen scheuen Blick auf die markierten Stellen, an denen die Opfer gelegen sind. Daneben stehen Kerzen. Spaziergänger versuchen, in Gesprächen eine Erklärung zu finden. „Mich hat um 3 Uhr früh der Hubschrauber geweckt“, sagt ein Rentner, der in der Nähe wohnt, „da hab’ ich gewusst, dass beim Fest etwas passiert sein muss.“

Eine Gruppe von Burschen bleibt mit ihren Mopeds stehen. Sie waren sm Sonntag auf dem Fest. „Da hab’ ich Glück gehabt. Fünf Minuten vor dem Unfall bin ich mit dem Moped da gefahren“, erzählt einer. Auch den Unglückslenker hat er auf dem Festgelände zuvor noch gesehen.

Jetzt ist der Platz leer. Auf dem mit Brettern umzäunten Areal entsorgt jemand alte Flaschen, die vom Samstag übrig geblieben sind. Mitten auf der Wiese, die als Parkplatz gedient hat, stehen wie gestrandet noch ein paar Autos – ihre Lenker waren vernünftig genug, den Zündschlüssel in der Tasche zu lassen.

kleinezeitung.at

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Der „moderne Gottesbeweis“

Klaus Albrecht Schröder

Wie knapp die Albertina durch den Wassereintritt im Depot an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist, hat am Mittwoch Direktor Klaus Albrecht Schröder klargemacht. Er sprach von einem „modernen Gottesbeweis“.

Blechdächer verhinderten Katastrophe

Einfache Blechdächer haben verhindert, dass die wertvollen Kunstwerke der Sammlung vom Wasser beschädigt worden sind. Der Leiter des Facility-Managements, Helmut Myslik, hatte die Dächer auf eigene Initiative beim Bau des Depots anbringen lassen. Idee dahinter war, eventuellen Staub abzufangen.

Nun deckten sie aber die Tablare ab, in denen die Kunstwerke liegen. So sei die nach dem Wassereintritt sonst unvermeidlich gewesene Katastrophe verhindert worden, sagte Schröder am Mittwoch.

Bei Bau des Depots sei die Möglichkeit eines Wassereintrittes nicht absehbar gewesen, so Schröder: „Niemand, und ich ganz sicher nicht, in dieser Albertina hätte nur ein einziges Kunstwerk in dieses Zentraldepot eingelagert, wenn wir eine Vorstellung davon gehabt hätten, dass es reinregnen kann.“

Bergungsteams als Helden

Neuerlich versichert Schröder, dass bis heute „kein einziges Kunstwerk beschädigt“ sei. Derzeit seien 50 Prozent der Sammlung aus dem Depot in Sicherheit gebracht.

Schröder präsentierte die Leiter jener Teams, die weiterhin unter Hochdruck das Depot evakuieren. „Unsere Zeit ist süchtig nach Helden. Hollywood sagt uns, wie sie aussehen. Ich weiß es besser: Sie sehen so aus wie diese Damen und Herren und ihre Teams“, sagte Schröder.

„Feldhase“ nicht betroffen

Von dem Wassereintritt waren rund 120.000 Kunstwerke betroffen, darunter 7.500 Fotos, 500 Klebebände mit je 200 Druckgrafiken und rund 12.500 Zeichnungen.

Weltberühmte Stücke wie Dürers „Feldhase“ und „Die betenden Hände“ waren nicht in den betroffenen Sektionen gelagert.

Quelle: ORF Wien

Meine Meinung dazu:

So so, weil einfache Blechdächer, die nur Staub verhindern sollten, tausende Kunstwerke gerettet haben, weil sie das Eindringen von Wasser verhinderten, will der gläubige Christ sofort einen “modernen Gottesbeweis” erkannt haben. Dieses Verhalten ist typisch für den imaginären Despoten aus dem Alten Testament. Er “rettet” viel lieber die materiell unwichtigen Dinge, als Menschenleben bei einem Flugzeugabsturz, wie der letzte Fall vor den Komoren mit über 150 Toten, man könnte fast schon von einem Alibi sprechen. Ehrlich gesagt, kann ich auf so ein Arschloch Gott mühelos verzichten!

Ein Blechdach… na wenn das kein „Gottesbeweis“ ist :lol:

Ich sehe schon die Werbeanzeigen des Lieferanten in den Hochwassergebieten!

„Kaufen auch sie unser bewehrtes Blechdach, Modell „Gottesbeweis“, damit auch ihr Keller in Zukunft trocken bleibt!

Wo war Gott?

Ein tragischer Zwischenfall, löste in den Niederlande entsetzen aus. Was war passiert? Ein verzweifelter Arbeitsloser, ohne jede Perspektive, raste mit seinem Kleinwagen in eine Menschenmenge, die sich zuvor bei einer Parade angestellt haben, um ihr Oberhaupt, Königin Beatrix und ihrer Familie, zuwinken zu können. Die schreckliche Bilanz: Fünf Tote unter den Zuschauern, zwei Frauen und drei Männer, ein getöteter Militärpolizist sowie zwölf teilweise schwer Verletzte, darunter auch Kinder und Mitglieder einer Musikkapelle. Der Amokfahrer selbst erlag wenig später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Gestern war auch ein Gedenkgottesdienst geplant gewesen, wurde aber abgesagt. Apropos Gott, da stellt sich doch die Frage, wie ein lieber Gott der mit Allwissenheit, Allmacht und Allgütigkeit ausgestattet sein soll, diese Tat nicht verhindert hat? Oder zumindest dafür gesorgt hat, dass es keine Toten gab. Aber nichts von dem war geschehen, wahrscheinlich gibt es diesen “lieben” Gott nicht, denn wie soll man sich das sonst erklären?