Mormonentum: Weicht Kirche Wohnhäusern?

Mehr als 45 Jahre prägte sie das Gesicht des Stadtteils mit: die Kirche der Mormonen an der Agnes-Bernauer-, Ecke Reisinger Straße. Seit Kurzem liegt das Gebäude in Schutt und Asche, es wurde abgerissen. Die Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, der das Grundstück gehörte, verkaufte es an einen privaten Investor. Seinen Namen wollten die Gemeindeoberen in Frankfurt/Main jedoch nicht preisgeben.

Alte Kirche abgerissen

Dem Vernehmen nach soll auf dem Areal eine Wohnanlage entstehen. Bestätigt werden konnte das von Ralf Grünke, stellvertretender Direktor im Europäischen Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, jedoch nicht. „Wir haben an einen Privatmann verkauft“, sagte Grünke gegenüber unserer Zeitung, „über seine Absichten hinsichtlich des Grundstücks ist uns nichts bekannt. Eine Wohnbebauung liegt in dem Fall jedoch nahe.“

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http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Artikel,-Weicht-Kirche-Wohnhaeusern-_arid,2035797_regid,2_puid,2_pageid,4288.html

„Bild der Wissenschaft“: Gott wohnt im Gehirn

Der Glaube – eine Gehirnfunktion. Forscher wollen herausgefunden haben, dass Religiosität manchen Menschen helfe, mit der Absurdität des Daseins besser zurecht zu kommen und damit ein evolutionärer Vorteil sei. Das Magazin „Bild der Wissenschaft“ befasst sich im aktuellen Titelthema mit der Frage „Warum Menschen glauben“ aus der Sicht mancher Naturwissenschaftler.

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http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news[action]=detail&news[id]=2643

Kindesmissbrauch: Die Monster von Missouri

Der Fall erschüttert Amerika. Über Jahrzehnte sollen sechs erwachsene Mitglieder der Familie M. in Bates City, Missouri, ihre eigenen Enkelinnen, Töchter und Nichten sexuell missbraucht haben. Erst jetzt flog das Verbrechen auf.

Bates City/Hamburg – Im August 2009 fand eine heute 26-jährige Frau aus der Familie M. aus Missouri endlich den Weg zur Polizei. Die Geschichte, die sie zu erzählen hatte, wollten die Beamten zunächst nicht glauben. Seit sie fünf Jahre alt war, erzählte sie, sei sie regelmäßig von ihrem Großvater, ihrem Vater und mehreren Onkeln missbraucht worden. Sie und ihre vier Geschwister, drei Schwestern und ein Bruder, und auch andere Kinder. Bevor sie zwölf geworden sei, habe sie nicht nur vielfache Vergewaltigungen erlitten, sondern auch eine Abtreibung vornehmen müssen.

Die Männer, von denen die Rede war, waren in ihrer damaligen Heimatgemeinde Bates City, Missouri, keine Unbekannten. Drei der Männer waren Laienprediger in ihrer örtlichen Kirche. Auch die steht nun unter Druck: Die Community of Christ Church ist die größte protestantische Kirchenorganisation außerhalb der Church of Jesus Christ of Latter Day Saints (Mormonen), die sich auf die Lehren von Joseph Smith beruft. Opferorganisationen drängen nun die Kirche, in ihren Kreisen nach weiteren Opfern zu suchen.

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Zehn Jahre Haft für Polygamisten

Raymond Jessop, links, ist eines von etwa 10.000 Mitgliedern der Sekte. (Foto: AP)

Raymond Jessop ist 38 Jahre alt. Als er seine Frau heiratet, ist sie 15. Kurz darauf wird sie schwanger. Jetzt muss das Mitglied einer texanischen Polygamisten-Sekte wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen zehn Jahre hinter Gitter.

Ein texanisches Gericht verurteilte Raymond Jessop überdies zu einer Geldstrafe von 8000 Dollar (5400 Euro), wie der US- Sender CNN meldete. Medien zufolge war das Mädchen erst 15, als es Jessop zur Frau nahm. Kurze Zeit später wurde es schwanger. Die Sekte spricht von einer „spirituellen Heirat“.

Die abtrünnige Mormonen-Sekte „Fundamentalist Church of Christ of Latter-Day Saints“ war im Frühjahr 2008 in die Schlagzeilen geraten. Die US-Behörden hatten wegen des Verdachts zahlreicher Missbrauchsfälle mehr als 400 Kinder von der Ranch der Sekte weggebracht. Nach wochenlangem Tauziehen ordnete ein Gericht die Rückkehr der Mädchen und Jungen an, weil nicht ausreichend nachgewiesen worden sei, dass sie sich in akuter Gefahr befunden hätten.

Aufgrund gefundener Dokumente strengte die Justiz allerdings Prozesse gegen ein knappes Dutzend Sektenmitglieder an. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten Fälle von Kindesmissbrauch nicht gemeldet oder seien selbst darin verwickelt. Experten zufolge gibt es rund 10.000 Anhänger der Sekte, die zumeist an der Grenze zwischen Utah und Arizona leben. Die Gruppe hatte sich von der offiziellen Mormonen-Kirche getrennt, nachdem diese 1890 die Polygamie, nach der ein Mann mehrere Frauen heiraten darf, aufgegeben hatte.

Quelle: n-tv.de

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Homosexuelle gegen Mormonen: Kirchen-Kampf mit Küsschen

Männer küssen Männer, Frauen herzen Frauen: In rund 50 Städten in den USA und Kanada hat es an diesem Wochenende skurrile Demonstrationen gegeben. Ziel der liebevollen Proteste war die Kirche der Mormonen, ihre Einmischung in die Politik – und eine Wiederbelebung des Kampfes um Gleichberechtigung.

n zahlreichen US-Städten folgten Menschen dem Aufruf zum Kiss-in-Day


Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage steht unter öffentlichem Druck. Seit am 9. Juli zwei homosexuelle Männer in einem der Mormonen-Kirche gehörenden Park in Salt Lake City beim Küssen beobachtet, von Angestellten der Kirche attackiert und schließlich verhaftet wurden, kocht die schwul-lesbische Volksseele: Das Ereignis fügt sich für viele Homosexuelle in den USA und Kanada nahtlos ein in die Beobachtung von Trends, die der Gleichberechtigung von Homosexuellen zuwider zu laufen scheinen.

Dass die Mormonen-Kirche dabei nicht zum ersten Mal eine unangenehme Rolle spielt, hat sie unter Nordamerikas Homosexuellen zum symbolträchtigen Protestziel gemacht.

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