Adam, Eva und die Evolution – Kreationismus auf dem Vormarsch

„Der Glaube ist vielleicht der tollste Trick der Evolution“

Ein Neurobiologe und ein Theologe streiten darüber, ob Naturwissenschaft und Religion miteinander vereinbar sind

Kein Zweifel, es war ein echtes Streitgespräch, was da aus Anlass des Darwin-Jahrs im Rahmen der Vorlesungsreihe „Evolution und Schöpfung“ in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft ablief. „Glaube an einen Schöpfergott und naturwissenschaftliche Erkenntnis sind nicht vereinbar“, machte der FU-Neurobiologe Randolf Menzel gleich zu Beginn klar. „Wissenschaft und Glauben ergänzen sich und sind aufeinander angewiesen“, konterte Markus Vogt vom Lehrstuhl für Christliche Sozialethik der Uni München. Der katholische Theologe ist nicht nur – wie zu erwarten – davon überzeugt, dass die Naturwissenschaften die Theologie brauchen, um etwa Fragen der ethischen Bewertung von Forschung beantworten zu können.

Er findet auch, dass die Naturwissenschaften für sein Fachgebiet ein Segen sind: „Die Evolutionstheorie hat die Theologie davor bewahrt, ihre Aussagen an statische Modelle zu hängen.“ Hier sprach kein Kreationist, der Darwins Theorie ablehnt, und auch kein Anhänger des „Intelligent Design“. Hier sprach ein naturwissenschaftlich gebildeter Theologe, der Wert darauf legt, auf der Höhe seiner eigenen Wissenschaft zu sein, wenn er die biblische Schöpfungsgeschichte als bilderreiche Erzählung versteht, die in ihrem historischen Entstehungskontext verstanden werden will. „Wir dürfen die Bibel nicht wörtlich, aber wir müssen sie als verbindlich nehmen.“

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Evolution ist eine heidnische Religion

Kreationist Roger Liebi referierte in Wolfhausen

Mega-Facepalm

2009 ist Darwin-Jahr. In Wolfhausen führte die EDU ein Referat zum Thema Evolutionstheorie kontra Schöpfung durch. Argumente zu Gunsten Darwins fand der Redner – selbst ein Kreationist – nicht.

Die EDU Wolfhausen-Bubikon führte am Montagabend ein Referat zum Thema «Wahrheit oder Irrtum – Evolutionstheorie kontra Schöpfung» durch. Zum Vortrag geladen hatte die christlich-konservative Partei laut Mitteilung den Autoren, Theologen und Kreationisten Roger Liebi.

Kriege durch Darwinismus geprägt

Die Evolutionstheorie widerspreche grundlegend den Gesetzen der Naturwissenschaft und sei eine heidnische Religion, behauptete Liebi während seines Referats. Der Glaube an die Evolution und den Darwinismus habe zudem Folgen: Liebi erwähnte die beiden Weltkriege, die stark durch den Gedanken des Darwinismus geprägt gewesen seien. Dass die millionenfachen Abtreibungen in Europa akzeptiert werden, sei ebenfalls eine Folge der Lehre.
Politischer Kampf

Heute finde der politische Kampf gegen die Schöpfungslehre statt, so Liebi. Dass die christliche Theorie der Schöpfung nicht in der Schule gelehrt werden dürfe, habe für junge Menschen gravierende Folgen hinsichtlich ihres Denkens über den Sinn des Lebens und der Motivation zum Leben und Lernen.

Quelle: zo-online.de

Gott als Option

„Man denkt häufig, dass Darwins Theorie gezeigt habe, dass es keinen Gott gebe oder brauche. Gott bleibt auch nach Darwin eine Option. Darwin hat eben gezeigt, dass Gott die Dinge so gemacht hat, dass sie sich selbst machen können.“

Ernst Peter Fischer, Physiker, Mathematiker, Biologe und Professor für Wissenschaftsgeschichte in Konstanz, im Interview des St. Galler Tagblatts (24. November) zum Jahrestag der Evolutionstheorie Darwins. Der oft kritisierte Inhalt seines 1859 veröffentlichten Hauptwerks „Die Entstehung der Arten“ sei durch die moderne Forschung vielfach bestätigte, so Fischer.

(kipa/ak)

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Happy birthday, Evolutionstheorie – Interview mit einem Kritiker

Am morgigen Dienstag jährt sich die Veröffentlichung des Buches „Die Entstehung der Arten“ vom Naturforscher Charles Darwin zum 150. Mal. Heutzutage gilt die Evolutionstheorie für die meisten Biologen als unstrittig. Andere Wissenschaftler kritisieren, dass sie zwar gute Argumente liefere, jedoch noch nicht vollständig bewiesen werden konnte. Wir haben das Datum zum Anlass genommen, um den bekannten Evolutionskritiker Siegfried Scherer nach seiner Einschätzung zu fragen.

pro: Hat Darwin Gott ermordet?

Scherer: Charles Darwin hat sich als junger Mann zum christlichen Glauben bekannt. Zweifel an der Wahrheit des Christentums wurden unter anderem durch Diskussionen mit atheistischen Intellektuellen sowie durch Missstände in der anglikanischen Kirche geweckt. Als seine Lieblingstochter Annie im Alter von 10 Jahren an einer schweren Krankheit starb, war dies wohl der letzte Nagel in den Sarg seines Glaubens an einen gütigen und gerechten Gott. Soweit man das wissen kann, starb Darwin als Agnostiker.

„Darwin war ein genialer Wissenschaftler“

pro: Hatte Charles Darwin auch aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeit Zweifel am Schöpfungsglauben?

Darwin war ein genialer Wissenschaftler. Auf seiner Weltreise hat er biologische, paläontologische und geologische Befunde gesammelt, die eindeutig für die Entstehung von Arten durch Naturprozesse sprachen. Bis dahin galten Arten als geschaffen und unveränderlich. Diese Erkenntnisse weckten Zweifel an Darwins Glauben an einen Schöpfer. Der schöpfungsgläubige Biologe Carl von Linné hat übrigens 100 Jahre vor Darwin ebenfalls klar erkannt, dass Arten nicht konstant sind. Im Gegensatz zu Darwin sah er darin keinen Widerspruch zur Bibel. So unterschiedlich war für zwei der größten Biologen die Bedeutung biologischer Daten für den Glauben.
Darwin hatte darüber hinaus Probleme mit dem „Bösen“ in der Natur, zum Beispiel mit ausgefeilten Tötungsmechanismen vieler räuberischer Lebewesen. Diese Konstruktionen konnte er nicht mit einem guten Schöpfer in Einklang bringen. Ich kann das gut verstehen. Allerdings weiß der christliche Glaube um die Erlösungsbedürftigkeit der ganzen Schöpfung.

Hat Darwin selbst Zweifel an seiner eigenen Theorie bekundet?

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Der Mensch ist ein religiöses Tier

Evolutionstag 2009

Gegen Speziesismus und Kreationismus

Am 24. November jeden Jahres, dem Tag der Erstveröffentlichung von Charles Darwins The Origin of Species (dt. „Die Entstehung der Arten“), ist „Evolutionstag“. In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer: 2009 ist das Darwinjahr, in dem sich der Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie zum 200. Mal jährt, und darüberhinaus erschien The Origin of Species vor genau 150 Jahren, am 24. November 1859.

Die Tatsache der Evolution kratzt natürlich an der religiösen Lehre der Gottesebenbildlichkeit („Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“ 1. Mose 1,26f. LUT).

Sie nagt zugleich am allgegenwärtigen Speziesismus (der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art, analog zu Rassismus oder Sexismus).

Vor allem aber widerspricht sie dem Kreationismus, der Wahnvorstellung, daß das Leben im Universum durch magisches Eingreifen einer Schöpfergottheit entstanden sei, die derzeit in den abrahamitischen Varianten (wie im 1. Buch Mose beschrieben) eine Renaissance erlebt.

Fakt ist: Menschen sind „nackte Affen“ (Desmond Morris), Trockennasenaffen, Säugetiere, Wirbeltiere. Tiere wie andere auch.

„Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das die Wahre Religion hat – mehrere davon. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten liebt wie sich selbst und ihm die Kehle durchschneidet, wenn seine Theologie ihm nicht recht ist. [...] Die höheren Tiere haben keine Religion.“ (Mark Twain)

„Der Mensch ist ein wunderliches Tier.“ (August Strindberg) „… ein bösartiges Tier.“ (Joseph Conrad) „… das einzige Tier, das erröten kann – oder sollte.“ (Mark Twain) „… das Tier, das Kaugummi kaut.“ (Durs Grünbein)

Trotz aller Bemühungen von Theisten und Speziesisten gibt es jedoch kein ethisch relevantes Merkmal, das alle Menschen von allen anderen Tieren unterscheidet. Es ist an der Zeit, sich nicht nur von der Religion, sondern von allen aberwitzigen Vorstellungen (auch dem Speziesismus) loszusagen. Auch wenn das manchem „Herrentier“ nicht gefallen mag.

Quelle: antitheismus.de

Der 1000. Artikel!

Russia Today: Creationists Want to Put God Back in Classroom

One creationist in Louisiana is striving to take the Bible from the church and into the classroom, arguing that it is un-American not to allow students to learn different views of how the world was created. While it is not illegal to teach creationism in public schools, most science teachers opt to teach evolution alone. Dave Prentice wants to change that.

Creationist Cowards Diss Darwin

Gott als Ingenieur?

Bad Laasphe. „Schöpfung und/oder Evolution? – Charles Darwins Einfluss auf unser Weltbild” – mit dieser Fragestellung haben sich heute am Tag der Philosophie die Bad Laaspher Gymnasiasten beschäftigt.

Der Philosophische Tag zum Thema „Darwin und seine Folgen” ermöglichte der Fachschaft Philosophie des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe, sich vorzustellen und auf philosophische Fragestellungen aufmerksam zu machen. Mit Blick auf das Charles Darwin-Jubiläumsjahr rückte die Schule den berühmten Naturforscher in den Mittelpunkt des von der UNESCO ausgerufenen „Welttags der Philosophie”. Zu Ehren von Charles Darwin wird in diesem Jahr sogar ein Doppeljubiläum gefeiert: sein 200. Geburtstag sowie der 150. Jahrestag des Erscheinens seines Werks „Über die Entstehung der Arten”.

Ziel der Fachschaft Philosophie war es, Darwin als Philosophen und Wissenschaftler in Erinnerung zu rufen. Am Gymnasium in Bad Laasphe ging es nämlich nicht nur um die Grundlagen der Evolutionstheorie, sondern auch um die weltanschauliche Bedeutung des Darwinismus. Insbesondere die Frage: „In welchem Verhältnis stehen Wissenschaft und Weltanschauung zueinander?” wurde von den Schülern in Workshops diskutiert,wobei natürlich auch die religiöse Frage des Glaubens eine wichtige Rolle gespielt hat. Teilnehmen durften alle, die das Fach Philosophie haben – also Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13.

Unterstützung für den Tag der Philosophie in Bad Laasphe hatte sich die Schule von zwei externen Experten geholt: Pfarrer Johannes Weissinger, der die theolohische Fraktion vertritt, und Thomas Waschke, Biologielehrer aus Dillenburg, der sich seit etwa 30 Jahren mit der Evolutionstheorie befasst und die naturalistische Fraktion vertritt.

Nach der Arbeit in kleinen Gruppen in den Workshops, in denen die Schüler provozierende, aber auch offene Fragen formulieren sollten, haben die Teilnehmer ihre Ergebnisse in der Aula vorgestellt. „Zwei bis drei Experten stehen an ihrem jeweiligen Stand Rede und Antwort, der Rest der Gruppe sieht sich die anderen Stände an”, erklärte Philosophielehrer Christian Klein während der Präsentation in der Aula. „Die Fragen an den einzelnen Stationen sollen Denkanstöße geben.”

Gott als Ingenieur oder die Evolution als Flickenschuster? Ist Glaube ein Produkt menschlicher Phantasie? Kann man Glaube und Darwinismus miteinander vereinen? Diese Fragen stellten die Schüler unter anderem an ihren Ständen. „Eine Tendenz hin zum Darwinismus hat sich bei mir im Workshop abgezeichnet”, so Klein. Es habe aber auch kritische Stimmen zu der rein naturwissenschaftlichen Haltung gegeben.

„Ich habe heute zwar keine neuen Erkenntnisse gewonnen, aber sich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen, war interessant”, sagte Schülerin Larissa Klein. „Wir haben viel diskutiert, aber zu einer Lösung kann man bei dem Thema gar nicht kommen, denn jeder hat seine eigenen Argumente”, ergänzte Vanessa Gerhardt.

Quelle: derwesten.de

Kreationismus in Vorarlberger Klassenzimmern

Biologielehrer bei „science lounge“-Diskussionsabend: Bibel und Naturwissenschaft sind vereinbar

Wien – Zu glauben, dass Kreationisten allein in den Schulen des tiefgläubigen Bible Belt der USA auftauchen, ist ein Irrtum. Auch in heimischen Klassenzimmern treten Verfechter des christlichen Schöpfungsmythos’ in Erscheinung, wie das Beispiel eines Vorarlberger Pädagogen zeigt: Der Feldkircher Biologie- und Chemielehrer Elmar Walch vertritt die Ansicht, dass der Glaube, Gott schuf die Welt in sechs Tagen, durchaus mit naturwissenschaftlichen Fakten wie beispielsweise der Evolution vereinbar sei.

Man müsse die Bibel nur richtig lesen und interpretieren, meinte Walch bei einer Diskussionsveranstaltung in der Reihe „science lounge“ zum Thema „Die Entstehungsgeschichte wörtlich genommen“ am Montagabend in Wien.

Kein Wunder, dass Walch damit gleich auf Widerspruch von Wissenschaftern stieß: Renee Schroeder vom Department für Biochemie und Zellbiologie der Universität Wien etwa kann mit den Vergleichen von Schöpfungsgeschichten und Naturwissenschaft nicht viel anfangen. Für derartige Vergleiche seien die Methoden zu unterschiedlich, Erkenntnis und Bekenntnis seien zwei verschiedene Dinge, so die Wissenschafterin. „Die Schöpfungsgeschichte als wissenschaftliche Theorie zu verkaufen ist falsch, die Schöpfungsgeschichte ist ein Dogma“, betonte Schroeder.

Vorhandene Harmonie?

Walch räumte ein, dass für eine Harmonisierung von biblischer Lehre und anerkannter Naturwissenschaft die Aussagen ersterer mit den biologischen Fakten übereinstimmen müssten. Und das sei durchaus gegeben, betonte der promovierte Biologe. Als Ursache für die immer wieder aufflammenden Kontroversen zwischen Naturwissenschaftern und sogenannten Kreationisten sieht Walch unter anderem die missverständliche Auslegung der Bibel durch Theologen.

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Fragen über Fragen zur Evolution

Kaufering (td) – Die Frage nach dem Anfang der Welt beschäftigt Forscher und wissbegierige Laien seit Jahrtausenden. Und das war auch die Frage bei einem Vortragsabend mit Pater Theophil Gaus aus Sankt Ottilien im Kauferinger Thomas-Morus-Haus. Antworten gibt den fragenden Menschen dazu seit 600 vor Christi Geburt die Genesis. Doch auch diese Antworten werfen noch einmal Fragen auf.

Kam die Schöpfung „ex nihilo“, aus dem Nichts? Wie kann dieses Nichts verstanden werden? War es ein „Uhrmachergott“, der die Welt sich selbst überließ, da er sie vollkommen geschaffen hatte? Oder hat er sie als „creatio continua“ entworfen, aus der er sich nicht herausnehmen wollte. Fragen, bei denen einem schlicht die Worte fehlen, räumte auch Pater Theophil ein.

Heutzutage gebe es einen Neuen Atheismus, der schnell fertig sei und postuliere „Gott ist nicht beweisbar, also lassen wir’s“. Richard Dawkins, ein britischer Autor und Atheist, tourt mit der Kampagne „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, nun hör auf, dich zu sorgen und genieße dein Leben“ durch Großbritannien. Darüber entzündet sich dort ein heftiger Disput. Doch auch die Christen in anderen Ländern blieben nicht unberührt von dieser Provokation, wie der Benediktinermönch in seinem Vortrag erzählte.

Im Mutterland der satirischen Provokation, Großbritannien, entwickelte Charles Darwin Ende der 1850er Jahre eine Evolutionstheorie. Sein Hauptwerk beschäftigt sich mit der „Entstehung der Arten“. Darwin als Mediziner, Zoologe und Theologe hat die Frage nach dem Anfang allen Seins nicht auf die leichte Schulter genommen. Nach langer Forschung kam er zu dem Schluss, letztlich sei alles verwandt, was ihm in seinem Heimatland einigen Spott bescheren musste.

Aus seiner von Lamarckschen Elementen befreiten Selektionstheorie ging der Neodarwinismus hervor. Doch auch damit ist die Frage nach dem Ursprung des Seins nicht durchleuchtet.

Pater Theophil blickte deshalb zurück nach Babylon ins 6. Jahrhundert vor Christus, wo die Genesis entstand, die wir kennen. Sie trifft keinerlei naturwissenschaftliche Aussagen. Ihr ist schlicht zu glauben. Biologie und Glaube sind zwei Zugänge zur gleichen Wirklichkeit, schließt der Theologe seinen Vortrag. Die Wahrheit der Schöpfung werde durch die Evolutionstheorie nicht angegriffen.

Nach dem Vortrag von Pater Theophil gab es noch umrissene Fragen an ihn. Die Themen, die jetzt aufkamen, zeigten erst, wie stark diese Angelegenheit berührt und wie sie die Menschen umtreibt. Bis zu einer der großen Fragen nach der Zeit und der möglichen Länge eines menschlichen Lebens weitete sich der Themenkreis aus. Pater Theophils Schlusswort. „Es wird noch nicht so lange über diese Dinge nachgedacht. ‘Errare humanum est’.“

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Die relativen Dinosaurierhasser

Wenn T-Rex versucht, einen fast lichtschnellen Dino zu jagen. – Erstaunlicherweise verwenden Gegner der Evolutionstheorie ähnliche Argumentationsstrukturen wie Widersacher der speziellen Relativitätstheorie. Bild: Christian Gapp, 2009

Von Christian Gapp

Warum verwenden Gegner der Evolutionstheorie ähnliche Argumentationsstrukturen, wie das kleine Grüppchen derer, die die spezielle Relativitätstheorie befehden?

Diskussionen mit religiös motivierten Evolutionsgegnern sind enttäuschend unproduktiv. Daher vermeiden selbst profilierte Fürsprecher der Darwinschen Evolution wie Ulrich Kutschera öffentliche Streitgespräche mit Kreationisten. Interessanterweise verwenden Evolutionsgegner jedoch ähnliche argumentative Grundstrukturen, wie die kleine Gruppe von Kritikern der Einsteinschen Relativitätstheorie. Damit lässt sich besser verstehen, warum der Dialog sinnlos ist und wozu man seine Energien besser verwenden sollte.

Das Darwin-Jahr ist hierzulande bisher relativ ruhig verlaufen. Die Menschen besuchen die Evolutions-Ausstellungen, wie beispielsweise DARWIN und die Entstehung der Arten im traditionsreichen Museum Koenig in Bonn, ohne dass Evolutionsskeptiker Plakate von den Wänden reißen oder Interessierte am Eingang mit Pamphleten belästigen. Allerdings scheinen vor allem solche Besucher in die Museen zu kommen, die der darwinistischen Abstammungslehre nicht kritisch gegenüber stehen. So wird am Jahresende wohl das Fazit gezogen werden müssen, dass die Evolutionskritiker nicht an Boden verloren haben. Aber für diesen Pessimismus ist es vielleicht noch zu früh.

Die meisten, hartnäckigsten und verstocktesten Gegner Darwins kommen aus fundamental angehauchten christlichen und muslimischen Kreisen. Ob sie sich selbst zu den „Kreationisten“, den „Kurzzeitkreationisten“ oder den Anhängern des „Intelligent Design“ rechnen, ist aus der Sicht der Biologie nebensächlich, denn sie teilen wesentliche Kritikpunkte an der Evolutionstheorie. Dass ihnen mit naturwissenschaftlich fundierten Argumenten nicht beizukommen ist, ist evident. Die meisten lehnen naturwissenschaftliche Methoden rundweg ab oder verwenden einen bloß für Laien professionell klingenden, amateurwissenschaftlichen Jargon, so wie Wort und Wissen. Auch mit evolutionskompatiblen theologischen Positionen wird ihnen nicht beizukommen sein, weil ihre Ablehnung auf Dogmen beruht, denen liberal-theologische Ansichten genauso wesensfremd sind wie die Evolutionstheorie.

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Mit Darwin leben: Wer brachte das Känguru heim?

Von Johannes BruggaierSYKE (Eig. Ber.) · Bei uns ist die Erde eine Kugel, der Mensch stammt vom Affen ab, und wer etwas anderes behauptet, läuft Gefahr, sich lächerlich zu machen. In Amerika sieht das anders aus.

Die dort von religiösen Kreisen befeuerte Kreationismus-Debatte – die Forderung nach einer wörtlichen Auslegung der Genesis – mutet von europäischer Warte aus befremdlich an. Dabei ist eine Auseinandersetzung mit den skurrilen Weltbildern christlicher Fundamentalisten lohnender, als es zunächst den Anschein hat. Denn was wissen wir schon tatsächlich über die Entstehung der Welt und des Lebens?

Der Suhrkamp-Verlag hat nun einen Diskursbeitrag des US-Philosophen Philip Kitcher in deutscher Sprache (übersetzt von Michael Bischoff) herausgebracht. „Mit Darwin leben“ ist eine Kampfschrift gegen den Kreationismus, eine glühende Verteidigung der Evolutionstheorie und vor allem: eine beunruhigend schlüssige Kritik an religiösen Weltanschauungen.

Kitcher unterscheidet seine Gegner in radikale und gemäßigte Kreationisten. Zur Widerlegung der Ersteren – Gläubige, die sowohl an die buchstäbliche Schaffung der Welt in sieben Tagen glauben als auch an Adam, Eva, deren Nachkommen und die Sintflut – genügt ein schlichter Hinweis auf geologische Funde.

Fossilien ausgestorbener Vögel sind bevorzugt in den oberen Gesteinsschichten zu finden, jene der Fische in den unteren. Die Erklärung für dieses Phänomen fällt aus kreationistischer Sicht eindeutig aus: Flugtiere vermochten vor der Sintflut noch auf die Berge zu flüchten, während Fische schon frühzeitig von den im Wasser umherwirbelnden Sedimenten erschlagen wurden. Fraglich bleibt angesichts dieser Reihenfolge jedoch, weshalb sich dann Farne in alten, Eichen und Fichten jedoch in neuen Schichten finden lassen.

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Mehrzahl der Briten wünscht sich Kreationismus im Biologieunterricht

Nach einer Umfrage unter 11.768 Erwachsenen aus zehn Ländern darüber, wie die Evolutionstheorie in Schulen gelehrt werden sollte, befürworten 54% der Briten die zusätzliche Lehre von Kreationismus oder „Intelligentem Design“. In den USA stimmten 51% dieser Meinung zu, in Ägypten nur jeder Fünfte.

Die britische Regierung erwiderte, dass diese religiösen Theorien weder den wissenschaftlichen, noch den Standards des nationalen Lehrplans entsprechen, aber von Schülern gerne im Unterrichtsfach Religion diskutiert werden könne.

Prominente Wissenschaftler sind über die Ergebnisse der Umfrage bestürzt. Die Vorsitzende der „Darwin Now“-Initiative – eines Projekts zum 200. Geburtstag des Forschers – sagte, diese Umfrage zeige den Bedarf eines durchdachteren Herangehens zur Lehre und Vermittlung, wie Wissenschaft funktioniert.

Quelle: shortnews.de

Kreuz.net: Das Evolutions-Märchen ist widerlegt

Am 9. November werden in Rom geologische Fakten vorgelegt, welche die wissenschaftliche Unmöglichkeit der Evolutions-Theorie nachweisen.
Fossil aus Süddeutschland
(kreuz.net) Zum 150. Jahrestag des Buches „On the Origin of Species“ des britischen Biologen Charles Darwin († 1882) ist die darin enthaltene Evolutions-Theorie widerlegt worden.

Dazu wird am 9. November in der römischen freien Universität Pio V eine Tagung abgehalten. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Zenit’ am 26. Oktober.

Die Tagung trägt den Titel „Die wissenschaftliche Unmöglichkeit der Evolution“. Sie wird von Peter Wilders und H. M. Owen organisiert.

Nach Angaben der Veranstalter haben jüngste Forschungsergebnisse gezeigt, daß das Gestein, in dem die Fossilien gefunden wurden, die von der Evolutions-Theorie als Beweise angeführt werden, viel jünger sind als bisher angenommen.

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Kritisch »die pseudowissenschaftliche Lehre« durchleuchtet

Pohlheim (rge). »Es gibt nicht die eine Wahrheit der Schöpfungsgeschichte«, erläuterte Prof. Dr. Erhard Gerstenberger aus Gießen am Sonntagabend im Thomashaus beim Gemeindeabend der evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg. Der auch international vielgefragte Experte des Alten Testaments und ehemals Lehrender an den Universitäten in Marburg und Gießen war auf Einladung der Kirchengemeinde gekommen, um über das Thema »Gott schuf Himmel und Erde in sechs Tagen – Schöpfungsglaube (unterschiedlich gedacht – Kreationismus) und Darwinsche Evolution« zu referieren. Wenn auch die Anhänger des Kreationismus nur die Bibel als einzige Wahrheit der Schöpfung anerkennen, stehen auf der anderen Seite die Wissenschaft mit ihren Forschungen der letzten Jahrhunderte mit den Erkenntnissen über die Entwicklung der Erde und des Menschen, so Gerstenberger zu dem aktuell kontrovers diskutierten Themenkomplex der Deutungshoheit der Schöpfungsgeschichte.

Die 50 Zuhörer wurden von Jutta Wendt begrüßt. Kantor Eun Sup Jang stimmte musikalisch am Klavier mit einer Suite von Beethoven auf das Referat ein.

Die Pluralität der Meinungen verdeutliche, dass es keine ewige Wahrheit auf Deutung der Welt gebe. Viel mehr habe jede Epoche der Menschheitsgeschichte ihre eigene Perspektive. War damals ein Faustkeil das Beste handwerkliche Gerät gewesen, so wird heute mit einem damals unbekannten Schlagbohrer gearbeitet, verdeutlichte der Referent beispielhaft die Veränderungen. Was unsere Vorfahren damals für richtig und plausibel gehalten haben, erscheine aufgrund unseres heutigen Wissens in einem anderen Licht. So habe sich auch die Glaubensvorstellung von Gott und der Bibel verändert. »Was heute noch als richtig gilt, kann morgen schon falsch sein«, so Gerstenberger mit Blick auf Erkenntnisse kommender Generationen.

Die teilweise fanatisierten Kreationisten-Anhänger, die so genannten Neokreatonisten aus den Reihen der US-Evangelikalen, die aus Amerika auch nach Europa überschwappe, flüchten in eine Welt der Vorvergangenheit, beobachtet er. Einerseits nutzen sie alle Möglichkeiten der modernen Technik in Medizin und Kommunikation, andererseits sehnten sie sich in die archaisch biblische und überschaubare Welt der Antike.

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Evolution oder Schöpfung? Bibel kapert Biounterricht

Von news.de-Mitarbeiterin Anwen Roberts

Eine internationale Umfrage zeigt: Fast die Hälfte der Befragten findet, die Schöpfungsgeschichte solle als Alternative zur Evolutionslehre in Schulen unterrichtet werden. Wissenschaftler befürchten damit das Ende des naturwissenschaftlichen Unterrichts.

In der im Auftrag des britischen Fernsehanstalt BBC durchgeführten Länderstudie sollten rund 2000 Befragte in zehn Ländern angeben, wie sie zu den Ursprüngen des Lebens stehen und welche Erklärungsmodelle sie akzeptieren. Nunmehr knapp die Hälfte der Befragten hält dabei die Evolutionstheorie für das beste Modell – gegenüber 17 Prozent von Befürwortern von sogenanntem Intelligent Design (ID), einer abgeschwächten Form des Glaubens an die Schöpfungsgeschichte, und 22 Prozent für Kreationismus. Insgesamt waren 43 Prozent der Ansicht, dass diese Entwürfe neben der darwinistischen Evolutionstheorie auch einen Platz im Schulunterricht erhalten sollten.
Seit der letzten vergleichbaren Umfrage ist die ID-Akzeptanz weiter angestiegen, und das ausgerechnet in aufgeklärten Ländern wie Großbritannien. Dort gab erstmals weniger als die Hälfte der Befragten an, die Evolutionslehre zu bevorzugen – prozentual weitaus mehr als in Staaten wie etwa Ägypten. Diese Ergebnisse verschärfen nun die ohnehin nicht zimperlich geführte Debatte um die ideologische Einfärbung des Biounterrichts.

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Kommentar: Darwin verteidigt

Gegen den Mythos

In den USA fassen Kreationisten, die die wissenschaftliche Evolutionstheorie strikt ablehnen und sich auf die Schöpfungsgeschichte der Bibel berufen, die Genesis, immer mehr Fuß. Gert Kaiser von der Stiftung Neanderthal Museum schilderte vor dem Publikum gestern ein drastisches Schlüsselerlebnis. So sei er bei einem Vortrag vor Rechtsanwälten und anderen hochgebildeten Leuten in Manhattan angefeindet worden, weil er die Evolutionslehre Darwins vertreten habe.

In Berkley, wo er eine Schule für seine Enkelin suchte, habe er gewagt zu fragen, wie der Biologie-Unterricht ablaufe. Pikiert habe man ihm Auskunft gegeben, dass neben der Bibel „natürlich“ auch die Evolutionstheorie dargestellt werde, aber eben gleichrangig – in einer Stadt voller naturwissenschaftlich gebildeter Professoren.

Museumschef Gerd C. Weniger erzählte von einem US-Wissenschaftler, der berechnet hat, wie lang Noahs Arche gewesen und wie viele Tiere sie genau gerettet habe.

Die Nasa testet in diesen Tagen die Ares I-X, eine 100 Meter lange Rakete, die ab 2015 mit vierfacher Schallgeschwindigkeit Raumkapseln in eine Erdumlaufbahn katapultieren soll. Aus demselben Land, dass sich zu solchen wissenschaftlich-technischen Höchstleistungen aufmacht, schwappt die Gegenaufklärung nach Europa. Man mag ihre Thesen belächeln, aber sie sind keine Nebensache. Der Mythos stellt unsere Lebensweise in Frage. Das Neanderthal Museum kann zwar nur einen kleinen Beitrag leisten, hier gegenzusteuern. Aber der Ansatz ist richtig. FIS

Quelle: RP

Biologie macht erst seit Darwin Sinn

Schauen setzen sich auch mit religiösen Gegnern der Evolutionslehre auseinander

Vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren. Am 24. November 1859 veröffentlichte er sein bahnbrechendes Werk über die „Entstehung der Arten“.

Zahlreiche Ausstellungen würdigen das Doppeljubiläum. Doch der Jubel ist nicht ungetrübt: Im Juramuseum Eichstätt warnen rot-weiße Verkehrsschilder vor den Gefahren des Kreationismus, auch das Naturkundemuseum Stuttgart setzt sich damit auseinander.

Der Kreationismus ist eine Weltanschauung, nach der das Universum und das Leben auf der Erde von einem übernatürlichen Wesen erschaffen wurde.

„Etwa ein Fünftel der Deutschen stehen der Evolutionstheorie zumindest skeptisch gegenüber“, sagt der Biologiedidaktiker Dittmar Graf von der TU Dortmund. Das Thema Evolution werde an Schulen frühestens in der 7. Klasse behandelt, und über Wissenschaftstheorie werde gar nicht erst gesprochen. Gleichzeitig wachse die Zahl kreationistischer Lehrbücher. „Bestimmte Privatschulen sind ein Hort der Evolutionsgegnerschaft“, sagt Graf.

Papst Pius XII. hat 1951 den Urknall als göttlichen Schöpfungsakt beschrieben. Das stört keinen Wissenschaftler. Wenn aber jemand mit Hinweis auf den biblischen Schöpfungsmythos behauptet, die Erde sei jünger als 10 000 Jahre, Fossilien seien Zeugen der Sintflut und die Tier- und Pflanzenwelt habe sich nie verändert (Kurzzeit-Kreationismus), dann leugnet er Tatsachen.

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Die Lehre vom „Intelligenten Design“ – eine Religion und die Kritik daran

Ist die Lehre vom „Intelligenten Design“ Wissenschaft oder Religion? Antwort: Religion. Das sagen die Wissenschaftler Barbara Forrest und Paul R. Gross in einem bekannten Buch. Dieses Buch spielte eine Schlüsselrolle in einem großen Gerichtsprozess von Dover/USA. Der Prozess von 2004 endete damit, dass der Richter feststellte, die Lehre vom „Intelligenten Design“ sei bloß ein Vehikel, um eine religiöse Auffassung im Schulunterricht unterzubringen. Wissenschaft sei das nicht. In Deutschland gewinnt die Lehre auch Anhänger. In Schulen wird kostenlos ein als „kritisches Lehrbuch“ bezeichnetes Buch angeboten (Autoren: Siegfried Scherer und Reinhard Junker). Es gibt viele dem entsprechende Internetauftritte.

Andererseits erschienen von offizieller kirchlicher und wissenschaftlicher Seite zahlreiche Bücher, die die fragwürdigen Argumente der Gegner der Evolutionstheorie durchleuchten. So setzt sich etwa der studierte Biologe und Wissenschaftler Hansjörg Hemminger von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen im Buch „Mit der Bibel gegen die Evolution“ mit den Argumenten auseinander und spart nicht mit Kritik am so genannten „evolutionskritischen Lehrbuch“ der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, deren Wissenschaftsanspruch er infrage stellt. Im Internet betreibt Martin Neukamm von Lehrstuhl II für Technische Chemie der TU München eine entsprechende Seite: www.martin-neukamm.de.

Quelle: suedwest-aktiv.de

Streitfall Evolution – Das Vordringen des Kreationismus in Schule und Gesellschaft

Vortrag von Christoph Lammers am Mittwoch, 21. Oktober 2009 in Saarbrücken

Seit längerem versuchen Kreationisten auf die Schulpolitik Einfluss zu nehmen und eine Gleichbehandlung von Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube zu fordern.

Religiöse Deutungsmuster sickern langsam in den Unterricht ein und es geraten immer mehr Schulen (in privater Trägerschaft) in Verdacht wissenschaftsfeindliche Inhalte zu vermitteln. Die Fälle häufen sich, in denen Eltern ihre Kinder aus religiösen Gründen von der pluralistischen und demokratischen Institution Schule fernhalten. Dies ist die Schattenseite der Deregulierung des Bildungsmarktes.

Provokativ könnte man sagen, dass sich in unserer sozialen Umwelt eine Art “christliche Parallelgesellschaft” herausbildet. Der Vortrag “Streitfall Evolution” möchte diese Entwicklung nachzeichnen und dazu kritisch Stellung beziehen.

Christoph Lammers M.A., Politik- und Sozialwissenschaftler. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachgruppe Biologie und ihre Didaktik an der TU Dortmund. Chefredakteur des politischen Magazins MIZ und Mitherausgeber des Buches Die unerschöpfte Theorie. Evolution und Kreationismus in Wissenschaft und Gesellschaft. Aschaffenburg 2008.

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort:
Peter Imandt Gesellschaft/Rosa Luxemburg Stiftung
Futterstraße 17-19
66111 Saarbrücken
Tel. 0049 (0)681-59 53 892
imandt(at)web.de

Quelle: s-o-z.de

Atheisten rufen zur Kontrolle des Religionsunterrichts auf

Warnung vor kreationistischem Gedankengut – Aktion stößt auf scharfe Kritik

Berlin (kath.net/idea)
Eine Initiative der atheistischen Giordano Bruno Stiftung sorgt für scharfe Kritik in kirchlichen Kreisen. In einer Rundmail werden Schulleiter, Lehrer, Eltern und Schüler in Berlin aufgerufen zu prüfen, ob der Religionsunterricht dem Berliner Schulgesetz entspricht. In erster Linie wird in dem Schreiben vor kreationistischen Lehren gewarnt. Dazu heißt es: „Die Behauptung, eine unsichtbare Supermacht namens ,Gott’ habe das Universum, die Erde und die Menschen in sechs Tagen erschaffen, steht nicht nur im Widerspruch zu Erkenntnissen über den Menschen und seine Umwelt, sondern auch zu den im Berliner Schulgesetz genannten fachlichen Maßstäben, die in anderen Fächern eingehalten und gelehrt werden.“

Auch die „überholten“ und „pädagogisch äußerst problematischen Geschichten“ von Hölle, Teufel und anderen Grausamkeiten würden sensiblen Kinderhirnen in diesem Zusammenhang ungefiltert vermittelt. Die Empfänger des Schreibens werden unter anderem dazu aufgerufen, die Religionsräume an ihrer Schule – sofern möglich – auf kreationistische Schlagworte wie „Spannungsfeld zwischen Schöpfung und Evolution“, „Zufall?“, „Wissenschaftsglaube“, „Intelligent Design“ zu überprüfen. Auch die Arbeitsmaterialien des Religionsunterrichts solle man anhand der Frage kontrollieren, ob hier religiöser Glaube als Glaube oder Wahrheit vermittelt wird. Ferner wird dazu aufgefordert, nach Gruppierungen wie dem „Missionswerk Werner Heukelbach“ und dem Verlag „Wort und Wissen“ Ausschau zu halten. Verstöße gegen das Schulgesetz sollten umgehend der Schulleitung oder der Schulbehörde gemeldet werden, heißt es.

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95 Thesen gegen die Evolution

Entweder, der Glaube an einen Schöpfergott ist das Produkt menschlicher Fantasie, oder die Evolutionstheorie ist der größte Irrtum der Menschheit. Die Autoren der „95 Thesen gegen die Evolutionstheorie“ sind von Letzterem überzeugt. Die 95 Thesen Martin Luthers haben im 16. Jahrhundert eine Revolution ausgelöst. Was wird die Neuveröffentlichung aus dem CLV-Verlagshaus bewirken?

Es gibt viele Probleme, mit denen die Evolutionstheorie zu kämpfen hat. Das macht sie nicht unbedingt falscher. Doch je mehr Punkte Kritiker aufzählen, desto wüster werden die Beschimpfungen, oder desto hartnäckiger das Schweigen gegenüber dieser Kritik. Was den Evolutionstheoretikern häufig nur noch bleibt, ist, die Kritiker als verrückte Spinner abzutun, anstatt sich mit ihren Argumenten ernsthaft auseinanderzusetzen. Warum auch – es sind ja Spinner.

Wer sich die Argumente jedoch näher ansehen will, für den gibt es genügend Veröffentlichungen, Zeitschriften und Webseiten. Nun hat der Verein „Christliche Literatur-Verbreitung“ ein Buch herausgegeben, das die wichtigsten Argumente der Evolutionskritiker auf 254 Seiten gedampft hat. Die Autoren sind acht Personen, die zum Verein „ProGenesis“ gehören, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Kritik an der Evolutionstheorie zu veröffentlichen und die Relevanz der Bibel auch in heutiger Zeit zu betonen. Der bekannteste von ihnen ist vielleicht der emeritierte Professor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Werner Gitt.

Von nichts kommt nichts oder: Vivum e Vivo

Ein Problem der Evolutionstheorie ist, dass sich Lebewesen normalerweise keine zufälligen Veränderungen ihrer Organe leisten können. Genau das ist aber Grundelement der natürlichen Auslese. Ein funktionierendes System ist aber auf das korrekte Arbeiten aller seiner Organe angewiesen. Der Evolutionsbiologe G. Osche bemerkte: „Lebewesen können ja während bestimmter Evolutionsphasen nicht wie ein Unternehmer den Betrieb wegen Umbaus vorübergehend schließen“. Zudem hat die Evolution keine Zielperspektive in Richtung eines später einmal funktionierenden Organs. Trial and Error ohne Ziel kann bei Lebewesen eigentlich nur zum Tod führen.

Ob ein Pottwal, der aus 3.000 Metern Tiefe auftauchen kann, ohne an der Taucherkrankheit zu sterben, oder die Bakterien im menschlichen Darmtrakt, die über einen Elektromotor verfügen, mit dem sie vor- und zurückfahren können – die Natur steckt voller Wunder, die unmöglich durch Zufall entstanden sein können, so lautet ein häufiges Argument von Kreationisten. „Information ist eine nicht-materielle Größe“, schreiben die Verfasser, und sie könne nicht aus toter Materie von selbst entstehen. Lediglich ein Wesen, das über einen Willen verfügt, könne Informationen an Materie binden.

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Sind Schöpfung und Evolution wirklich unvereinbar?

Müssen gläubiger Katholiken bzw. Christen die Evolutionstheorie ablehnen? Ein Diskussionsbeitrag von Johannes Mayer

München/Haar (kath.net)
In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Charles Darwin zum 200. Mal. Er ist vor allem bekannt durch die Entdeckung der Evolutionstheorie. Diese besagt, dass alles Leben auf der Erde – tierisches und pflanzliches, einschließlich des menschlichen Lebens – sich in einem Prozess zufälliger Veränderungen und Auswahl der jeweils Überlebensfähigsten entwickelt habe. Würden wir den „neuen Atheisten“ Dawkins & Co. glauben, dann wäre mit der Entdeckung der Evolutionstheorie jeglicher Schöpfungsglaube hinfällig geworden. Der Zufall stünde seit Darwin an der Stelle Gottes. Dies wollen die Atheisten uns zumindest so glauben machen.

So mancher gläubige Christ reagiert darauf leider mit der Ablehnung der Evolutionstheorie, weil sie angeblich unchristlich, ja gar antichristlich sei. Aus katholischer Perspektive ist dies jedoch falsch, weil Glaube und Vernunft, wie Papst Benedikt XVI. nicht müde wird zu betonen, zusammen gehören und sich ergänzen. Nur Glaube allein wird leicht frömmlerisch, nur Vernunft führt zum Rationalismus. Beides sind Extreme, die zu einseitig sind. Katholisch ist der große Bereich dazwischen. Der Glaube muss sich vor der Vernunft verantworten. Katholiken glauben nicht vernunftwidrig. Sie müssen ihren Verstand nicht ausschalten, wenn sie glauben wollen. Im Gegenteil: Das verstandesmäßige Rechtfertigen des eigenen Glaubens gehört auch zur Verantwortung eines katholischen Christen. Die Evolutionstheorie kann erklären, wie die Arten entstanden sind. Aber wieso gibt es überhaupt die Erde, die Pflanzen, die Tiere und vor allem den Menschen? Und: Woher kommt alles, was wir sehen? Bei diesen Fragen stößt die Naturwissenschaft von ihrer Methodik her an ihre eigenen Grenzen. Sie kann aus den beobachtbaren Phänomenen der Natur auf ihre Gesetzmäßigkeiten schließen, also auf das Wie der Vorgänge in der Natur. Aber auf die Frage, wieso da etwas ist und woher dieses Etwas kommt, ist sie methodisch nicht in der Lage, eine Antwort zu geben.

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‘Evolution und Schöpfung sind unvereinbar’

Diese Ansicht vertrat der frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt, bei einer Feier zum 115-jährigen Bestehen des Bibelbunds

Siegen (kath.net/idea) Evolution und Schöpfung sind unvereinbar. Diese Ansicht vertrat der frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt, bei einer Feier zum 115-jährigen Bestehen des Bibelbunds. Wer versuche, beides miteinander zu vermischen, sei auf einem Irrweg, sagte der Informatiker am 19. September vor rund 800 Besuchern in Siegen. Die „theistische Evolution“ behaupte, Gott habe die Evolution als Arbeitsmethode benutzt. In diesem Ideensystem würden die Annahmen der Evolutionstheorie über die Aussagen der Bibel gestellt. Während die Evolutionstheorie davon ausgehe, dass bei der Entstehung der Erde bereits Materie vorhanden war, berichte die Bibel davon, dass Gott die Welt erschaffen habe, ohne vorhandenes Ausgangsmaterial zu verwenden.
Um die Herkunft des Lebens zu erklären, lassen sich laut Gitt auch nicht Naturgesetze heranziehen. Sie seien erst am Ende der Schöpfungswoche voll in Kraft getreten. Der Wissenschaftler hält den Evolutionsgedanken insbesondere deshalb für abwegig, weil es in der Materie keinen Prozess gibt, bei dem Information von selbst entstehen kann. Schließlich gebe es in der Evolution weder einen genauen Plan noch ein Ziel für solche Entstehungsprozesse: „Wie kann ein Herz entstehen, wenn es dafür keine Zielstrategie gibt? Zwecke verlangen einen Zielgeber.“

Der Versuch, die Entstehung der Welt ohne das Wirken eines Schöpfers erklären zu wollen, sei auch eine Folge des Sündenfalls. Gitt dankte dem Bibelbund, dass er sich in Publikationen und Veranstaltungen für die Irrtumslosigkeit der Bibel ausspreche und somit auch für den biblischen Schöpfungsbericht.

Mit der Bibel zum Abitur

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3: