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KIRCHZARTEN. Die neue Reihe des Theologischen Kreises Dreisamtal hat schon im Oktober begonnen und wird am Montag, 30. November fortgesetzt. Die acht Abende stehen unter einem gemeinsamen Titel, dessen Bedeutung insbesondere in der Diskussion um eine europäische Verfassung und um die Lissabonner Verträge deutlich geworden ist.
Denn ob “Europa ohne Religion” zu definieren ist und bestehen kann, das eben ist für Gegenart und Zukunft offenkundig entscheidend, etwa bei der Frage, ob auch die Türkei der Europäischen Union beitreten kann oder soll. Auch das, was man im Zeitalter des Internets noch unter Bildung verstehen mag, wird ganz unterschiedlich sein, je nachdem, ob man Religion für wichtig hält oder nicht.
Auch ethische Problemfelder stehen mit dieser Grundfrage in engem Zusammenhang, so beim Phänomen der Gewalt in den Familien und auf der Straße, ebenso zum Beispiel bei der Problematik der Sterbehilfe.
Für die Vorträge und die sich daran anschließenden Gespräche im Evangelischen Gemeindezentrum Kirchzarten, Schaulinslandstraße 8 konnten wiederum namhafte Referenten gewonnen werden.
Nachdem im Oktober Professor R. Wahl, Freiburg, die Reihe unter der Fragestellung “Europa als ’christlicher Club‘?” eingeleitet hatte, wird am kommenden Montag Professor Th. Böhm, Freiburg, einen Abend zu den “religiösen Wurzeln Europas” verantworten.
Im Januar und Februar wird der Blick in unsere Geschichte durch den Judaisten Professor M. Tilly, Mainz/Landau, und durch Professor H. Maier, München, , den früheren bayrischen Kultusminister, fortgeführt. Es wird dabei um aschkenasisches und sefardisches Judentum einerseits und um die unterschiedliche Handhabung des Religionsthemas in Deutschland und Frankreich andererseits gehen.
Die März- und Apriltermin werden es eher mit der Gegenwart zu tun haben, nämlich mit der “religionssoziologischen Situation Mitteleuropas” mit Professor H.-G. Stobbe, Siegen, und mit der “Bildung im wachsenden Europa”, in einem auch von Differenzen bestimmten Europa mit (Professor H.-G. Heimbrock, Frankfurt.
Die beiden Abende im Mai und Juni betreffen dann die Frage, inwiefern das Alte Testament die Überwindung von nationalen und religiösen Grenzen verhindert oder vielmehr gerade ermöglicht (Professor E. Bons, Straßburg) und ob zum Beispiel der Friedensimpuls der Bergpredigt für Politik relevant sein kann (U. Schmidt, Sulzburg).
Quelle: badische-zeitung.de












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