
Klaus Albrecht Schröder
Wie knapp die Albertina durch den Wassereintritt im Depot an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist, hat am Mittwoch Direktor Klaus Albrecht Schröder klargemacht. Er sprach von einem „modernen Gottesbeweis“.
Blechdächer verhinderten Katastrophe
Einfache Blechdächer haben verhindert, dass die wertvollen Kunstwerke der Sammlung vom Wasser beschädigt worden sind. Der Leiter des Facility-Managements, Helmut Myslik, hatte die Dächer auf eigene Initiative beim Bau des Depots anbringen lassen. Idee dahinter war, eventuellen Staub abzufangen.
Nun deckten sie aber die Tablare ab, in denen die Kunstwerke liegen. So sei die nach dem Wassereintritt sonst unvermeidlich gewesene Katastrophe verhindert worden, sagte Schröder am Mittwoch.
Bei Bau des Depots sei die Möglichkeit eines Wassereintrittes nicht absehbar gewesen, so Schröder: „Niemand, und ich ganz sicher nicht, in dieser Albertina hätte nur ein einziges Kunstwerk in dieses Zentraldepot eingelagert, wenn wir eine Vorstellung davon gehabt hätten, dass es reinregnen kann.“
Bergungsteams als Helden
Neuerlich versichert Schröder, dass bis heute „kein einziges Kunstwerk beschädigt“ sei. Derzeit seien 50 Prozent der Sammlung aus dem Depot in Sicherheit gebracht.
Schröder präsentierte die Leiter jener Teams, die weiterhin unter Hochdruck das Depot evakuieren. „Unsere Zeit ist süchtig nach Helden. Hollywood sagt uns, wie sie aussehen. Ich weiß es besser: Sie sehen so aus wie diese Damen und Herren und ihre Teams“, sagte Schröder.
„Feldhase“ nicht betroffen
Von dem Wassereintritt waren rund 120.000 Kunstwerke betroffen, darunter 7.500 Fotos, 500 Klebebände mit je 200 Druckgrafiken und rund 12.500 Zeichnungen.
Weltberühmte Stücke wie Dürers „Feldhase“ und „Die betenden Hände“ waren nicht in den betroffenen Sektionen gelagert.
Quelle: ORF Wien
Meine Meinung dazu:
So so, weil einfache Blechdächer, die nur Staub verhindern sollten, tausende Kunstwerke gerettet haben, weil sie das Eindringen von Wasser verhinderten, will der gläubige Christ sofort einen “modernen Gottesbeweis” erkannt haben. Dieses Verhalten ist typisch für den imaginären Despoten aus dem Alten Testament. Er “rettet” viel lieber die materiell unwichtigen Dinge, als Menschenleben bei einem Flugzeugabsturz, wie der letzte Fall vor den Komoren mit über 150 Toten, man könnte fast schon von einem Alibi sprechen. Ehrlich gesagt, kann ich auf so ein Arschloch Gott mühelos verzichten!
Ein Blechdach… na wenn das kein „Gottesbeweis“ ist
Ich sehe schon die Werbeanzeigen des Lieferanten in den Hochwassergebieten!
„Kaufen auch sie unser bewehrtes Blechdach, Modell „Gottesbeweis“, damit auch ihr Keller in Zukunft trocken bleibt!

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5. Juli 2009 um 13:01
Ja, genau so ein schöner Gottesbeweis wie die Konzentrationslager zur Zeit des Nationsalsozialismus…
5. Juli 2009 um 18:37
Genialer Gottesbeweis auf http://www.physik.as
28. Juli 2009 um 14:37
Ach bitte – seis nun ein Gottesbeweis oder nicht, aber letztendlich ist die Verantwortung über Bau und auch Umbauarbeiten in der Albertina nicht in Schröders Händen, sondern obliegt der Burghauptmannschaft! Nur mal zur Info!
Und letztlich sind die Kunstwerke für Kunstfreunde unermesslich, ein Menschenleben ist da auch nie am Spiel gestanden.
28. Juli 2009 um 17:54
@madmaxx85
Aber ist es nicht ein Wunder, dass diese unermessliche Kunstwerke nicht durch eine (satansgewollte) Katastrophe gerettet wurden ?
Wobei … „gerettet“ impliziert doch eine Tätigkeit eines Wesens, nicht wahr ?
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Just kiddin’ !
Da baut man simple Wellblecher hin, ein „wenig“ stabiler als Zuckerwatte, und schon schreit der Mensch nach Gottes Plan zur Errettung der Kunstwerke ?
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Nope… die wahren Helden sind, so Schöders richtige Äußerung am Schluß, die normalen Menschen, die diese Dinger dort angeschraubt haben. Allerdings haben sie nicht die Teile angebaut, weil sie durch das heilige Zukunftsauge geschaut haben und durch einen göttlichen Funken die heilige Aufgabe bekommen haben, die Kunstwerke vor einer zukünftigen Katastrophe zu beschützen. Auch haben sie nicht vor der Befestigung das Orakel von Delphi befragt und sind nicht auf eine 12 Monatige Wallfahrt zum Berg Sinai gepilgert, um
die Götterden Gott um ein Zeichen zu bitten.Sie sahen Staub und sie dachten sich nur was aus, um die Kunstwerke vor Staub zu schützen
Das die Dinger rein zufällig reichten, die Kunstwerke vor dem Wassereintritt zu beschützen, kann man wahrlich als Glück bezeichnen. In Köln war davon allerdings nichts zu sehen, als die Kerle in ihren Tunneln buddelten und die Bibliothek zusammenkrachen ließen. Gottes Einfluss ? Zero !
Also… ruhig Blut. Herr „Ich-sehe-und-kann-alles“ war zu diesem Zeitpunkt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) gar nicht im Museum
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Es war tatsächlich schweinemäßig viel Glück im Spiel, als das Wasser eintrat. Nichts, aber rein gar nichts, spricht dafür, dass eine „gerichtete Tat“ hier ihre Spuren hinterlassen hat.
Aber … wäre das Museum unter einer kirchlichen Führung gewesen, dann würde man nun Rosenkränze aufhängen und JHWH danken, dass er den Menschen zum antackern von Blechplatten befähigt hat. Möglicherweise gar als „brennender Busch“ im Traum, „fließendes Wasser“ auf der Toilette oder einfach nur als Häufchen Staub in der Ecke des Museums. Wobei… Gott alsein häufchen
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ElendStaub anzusehen… irgendwie gefällt mir das5. August 2009 um 13:20
Dass die Äußerung von Dir. Schröder hinsichtlich eines „Gottesbeweises“ alles andere als gut formuliert und überdacht war, haben jetzt wohl alle eingesehen. Wer nun schlussendlich für die Rettung der unersetzlichen Kunstwerke verantwortlich bzw. umgekehrt Schuld an der Beinah-Katastrophe ist, wird sich ebenfalls weisen. Fest steht, dass die Werke in Sicherheit sind – für Wien als Weltkulturstadt ein unermessliches Glück.