
BW-Vortrag von Univ. Prof. Dr. Franz Gruber (Professor für Dogmatik an der Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz, Oberösterreich) zu dem Thema
Der KBW-Vortrag von Univ. Prof. Dr. Franz Gruber zu dem Thema: „Der Mensch – Zufall der Natur oder Abbild Gottes?“ im Alpenhotel Altmünster hat Antworten auf die Fragen gegeben, die viele Menschen beschäftigen. Das Interesse des Publikums war groß. Es gab eine lange Diskussion und große Nachfrage nach den Büchern des Referenten.
Ethik des Lebens
Nach einem wissenschaftlichen Abriss, bei dem es um die Entzauberung des Menschenbildes durch Darwin, die Entzauberung des religiösen Menschenbildes (Kopernikus, S. Freud,…) und die selbstverschuldete Entmystfizierung (der brutale, tötende Mensch,…) ging, wurde der Mensch im Lichte des biblischen Glaubens als „DU Gottes“ , Partner und Abbild Gottes auf Erden definiert.
Fragen wie „Ist der Mensch nur eine Genmaschine“ Dawkins, eine „evolutionäre Katastrophe“ Wuketits, ein nur von „Wünschen und Trieben gestresster – ohne jede Freiheit“- oder aber ein „Königskind mit Würde, das geliebt werden will“, ein „mit einem Lotto-Sechser an Liebe ausgestattetes Wesen, das viel solidarischer und achtsamer sein sollte“, wurden sehr offen, respektvoll und direkt angesprochen und beantwortet. Will der Mensch individuell und sozial überleben, so muss er endlich nach einer auf die ganze Mitwelt bezogene „Ethik des Lebens“ und nicht nach einer „Moral der Ausbeutung“ leben.
Die Frage, ob der Mensch ein Geschöpf Gottes oder Produkt des Zufalles bzw.der Evolution sei, ist obsolet, da es sich dabei um zwei vollkommen verschiedene Zugänge handelt. Die naturwissenschaftliche, empirische, beobachtende Erklärung ist ihrerseits objektiv und richtig – sie kann und will aber die Antworten auf den Sinn von Leben, Krankheit, Tod,… nicht geben. Die biblisch-religiöse, also die theologische, Erklärung beantwortet nicht, wie die Welt entstand, sondern dass Gott die Erde erschuf, das heißt, unser Leben hat einen wohl-wollenden Ursprung, einen besonders im Glück und Leid sinn- stiftenden Halt und ein über des Sterben hinaus reichendes Ziel, auch das ist richtig. Zwei Wirklichkeiten. Damit wird der Mensch von dem Druck befreit, sich für eine davon entscheiden zu müssen.
Quelle: [http://www.im-salzkammergut.at/altmuenster/der_mensch_-_zufall_der__natur_oder_abbild_gottes_14636/]